SOS Überwachung

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Sa, 22/12/2007 - 14:00
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Am 06. Dezember wurde im österreichischen Nationalrat eine Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes beschlossen. Im Zuge dessen wurden der Polizei in Form eines Abänderungsantrages weitreichende Befugnisse zum Zugriff auf Handy- und Internetdaten eingeräumt. Ohne Befassung des dafür zuständigen Innenausschusses, ohne vorherige Begutachtung.

Nunmehr darf die Polizei ohne richterliche Kontrolle

  • Standortdaten von Mobiltelefonen abfragen
  • IMSI-Catcher einsetzen
  • Netzbetreiber zur Auskunft über dynamische IP-Adressen zwingen.

Gegen diese Entwicklung richtet sich die Initiative SOS-Überwachung, die mittels einer Petition eine Befassung der dafür zustänidigen Gremien errreichen möchte. Derzeit (14:30 Uhr) haben bereits mehr als 13.600 Personen diese Initiative unterstützt.

Im Rahmen einer Online-Demo, an der derzeit bereits mehr als 80 Webseiten teilnehmen (sh. rechts oben auf dieser Seite), wird zur Unterstützung von SOS-Überwachung aufgerufen.

Parteipolitik? Auch wenn die Petition mit Peter Pilz von einem Vertreter einer politischen Partei in den Nationalrat eingebracht werden wird, steht die inhaltliche Problematik im Zentrum. Es geht um den Schutz unserer Grundrechte, nicht um politisches Kleingeld. Wenn sich Parlamentarier für den Schutz der Grundrechte einsetzen, ist das nicht nur begrüßenswert sondern auch deren Aufgabe. Das sollte daher für Parteiunabhängige kein Grund sein, sich von einer Unterstützung abschrecken zu lassen.

Daher:

  • Unterstützen Sie die Initiative SOS-Überwachung!
  • Nehmen Sie mit Ihrer Website an der Online-Demo teil!

Andreas Krisch

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Weitere Informationen:
Parlamentskorrespondenz: Polizeiliche Vorbereitungen für eine Europameisterschaft - Nationalrat beschließt Novelle zum Sicherheitspolizeigesetz
ORF Futurezone: SPG-Novelle: Vorbei an Kontrollinstanzen
Wiener Zeitung: Ortung über Mobiltelefon: Richtervereinigung befürchtet Einschränkung persönlicher Rechte
SOS-Überwachung: Gegenüberstellung § 53 SPG alte und neue Fassung (PDF, 70.5 KB)
Ö1: "Vertraulichkeit der Kommunikation geht verloren"

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