Am heutigen Dienstag hat die unabhängige Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) bereits zum fünften Mal ihren Bericht über die „Feinde des Internets“ vorgestellt. Der anlässlich des Welttags gegen Internetzensur (12. März) veröffentlichte Bericht stellt üblicherweise jene Staaten vor, die eine besonders ausgeprägte Form der Überwachung und Verfolgung von Bürgern und Journalisten an den Tag legen.
In der Woche vom 11. bis 17. März 2013 finden folgende Veranstaltungen zu Fragen des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre bzw. zu Fragen der Informationsgesellschaft statt:
Ein E-Mail-Shitstorm war die Folge des Planes, im EU-Parlament ein Pornografieverbot vorzubereiten. Gegen zu viel Bürgerbeteiligung haben die Abgeordneten eilig den Mailfilter aktivieren lassen, wie Christian Engström berichtet.
Das Europäische Parlament will im Rahmen des Abbaus von Geschlechterstereotypen in der EU ein Verbot von Pornografie in allen Medien durchsetzen. Dazu soll mit Internetanbietern eine Charta erarbeitet werden. Kritiker sehen Parallelen mit Acta.
Der isländische Innenminister, Ögmundur Jónasson, plant ein "Schutzschild" gegen Pornografie im Internet einzurichten. Gemeint sind damit Internetfilter, die die Nutzer davon abhalten sollen, bestimmte Seiten zu besuchen.
Reporter ohne Grenzen (ROG) appelliert an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich bei ihrem Staatsbesuch in der Türkei für die Meinungs- und Pressefreiheit stark zu machen.
Dass es immer wieder Versuche gibt, Einträge in der Wikipedia zu schönen, ist bekannt. Auch FDP-Landes- und Fraktionsvorsitzenden im NRW-Landtag Christian Lindner soll es angeblich versucht haben. Nun sollen alle Links gelöscht werden, die zu dem Artikel führen, welcher den Verdacht äußerte.
Die Durchsetzung von Copyrights leistet immer mehr einer privatisierten Zensur Vorschub. Das sagte ein Vertreter des polnischen Ministeriums für Verwaltung und Digitalisierung auf der Konferenz "Internet 2013" der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Donnerstag in Wien.
Ein ägyptisches Verwaltungsgericht ordnete vergangenes Wochenende die landesweite Sperre der populären Videoplattform YouTube an. Grund dafür sei das in der muslimischen Welt als hetzerisch betrachtete Video, welches bereits im Vorjahr zahlreiche Proteste in der islamischen Welt ausgelöst hatte.
Geklagt hatte ein Anwalt, dessen Ansicht nach der Film dazu dient das Bild des Propheten Mohammed zu verzerren und einen Krieg gegen den Islam zu provozieren.
European Digital Rights (EDRi) ist eine internationale Vereinigung von Bürgerrechtsorganisationen, die sich dem Schutz der Privatsphäre und der Freiheit der Bürger in der Informationsgesellschaft verschrieben hat.
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